Inselhopping in Thailand: Das Paradies um Koh Mook

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Wenn Du an die Andamanensee und die Westküste von Thailand denkst, fallen Dir wohl als erstes Phuket oder Krabi ein – zwei der bekanntesten Ziele des Landes. Doch abseits von diesen gibt es immer noch ein paar versteckte Inselperlen, die viel ihrer Ursprünglichkeit bewahrt haben.

Für etwas Inspiration fernab vom Massentourismus Thailands nehme ich Dich in diesem Artikel mit nach Trang, genauer gesagt auf die Inseln vor der Küste. Einsame Traumstrände, abenteuerliche Bootstouren und Entspannung pur bestimmen hier Deinen Tag.

Von Trang nach Koh Mook

Trang liegt etwa 125 Kilometer südlich von Krabi. Die Stadt wird oft als Durchgangsstation für die Weiterreise nach Koh Lipe genutzt, aber auch für eine Reise zu den Inseln vor der Küste wie Koh Mook, Koh Kradan oder Koh Ngai.

In der Nähe des Bahnhofs von Trang gibt es viele Reisebüros, die Dir günstige Tickets (ca. 200 Baht / 5 €) für die Überfahrt auf die Trang Inseln vermitteln. Meistens musst Du eine Nacht in Trang verbringen. Wenn Du das am Wochenende machst, lohnt es sich sogar, denn es gibt vor dem Bahnhof einen großen Nachtmarkt mit unzähligen thailändischen Köstlichkeiten und echtem Thai Food aus dem Süden.

Die Fahrt von Trang mit dem Minibus bis zum Kuan Tung Ku Pier dauert etwa 45 Minuten. Dort legt das Boot ab, das Dich in weiteren 30 Minuten durch Mangroven und übers offene Meer nach Koh Mook bringt.

Achtung: Vergiss nicht, in Trang genügend Geld abzuheben, denn auf Koh Mook und den umliegenden Inseln gibt es aktuell keinen Bankautomaten.

Ankunft auf Koh Mook

Der Pier von Koh Mook liegt an der Ostküste der Insel. Wenn Du am sogenannten Sivalai Beach oder irgendwo entlang der Ostküste wohnst, gibt es nur Sandwege dorthin und Du kannst Dich zu Fuß auf den Weg machen. Aber keine Angst, weit ist es wirklich nicht und Koh Mook ist relativ klein. Solltest Du jedoch etwas weiter die Ostküste hinunter oder auf der gegenüberliegenden Seite am Haad Farang übernachten, ist eines der Motorradtaxis empfehlenswert. Weitere Fahrzeuge gibt es auf der wenig ausgebauten Insel nämlich nicht. Der Preis für die Fahrt beträgt hier 50 Baht (ca. 1,25 €) pro Person.

Die Highlights von Koh Mook

Koh Mook ist eine ruhige Insel, die noch nicht vom Massentourismus erreicht wurde. Erkunde die Insel am besten bei einem langen Spaziergang. Den bekanntesten Strand, den Sivalai Beach, der wegen des dort ansässigen Resorts so genannt wird und offiziell Hao-Laem heißt, hast Du mit Sicherheit schon mal auf Fotos gesehen. Eine ins türkisblaue Meer hineinragende Landzunge ist sein Markenzeichen und schwimmen kannst Du hier super.

Der zweite Hauptstrand von Koh Mook liegt im Südwesten. Du kannst den Haad Farang – oft auch Charlie Beach genannt nach dem dort ansässigen Hotel – entweder mit dem Taxi erreichen oder bei einem Spaziergang von etwa 30 Minuten durchs Dorf.

Der Weg ist nicht weiter schwierig und am Ende wirst Du mit einem wunderschönen Strand mit Aussicht auf Koh Kradan belohnt. Auf der linken Seite des Strandes findest Du das Ko Yao Restaurant, wo Du etwas Erfrischendes beim Ausblick auf den gesamten Strand trinken kannst. Sehr zu empfehlen.

Eine weitere Attraktion ist die Emerald oder Morakot Cave, die Du nur mit einem Boot erreichst. Der Besuch lässt sich prima mit einem Ausflug nach Koh Ngai verbinden (siehe vorletzten Punkt). Es ist eine Höhle auf der Westseite von Koh Mook, durch die Du ungefähr 100 Meter im Dunkeln schwimmen musst, um am Ende einen kleinen Strand im Inneren zu erreichen. Die Höhle wurde ursprünglich von Piraten als Versteck für Schätze genutzt.

Ansonsten gibt es noch das Koh Mook Village, wo Du einige Restaurants und kleine Shops findest, in denen Du alles Mögliche an Utensilien einkaufen kannst. Oder Du lässt Dich an einer der wenigen, eher rustikalen Bars an den Stränden nieder und genießt die Ruhe. An der Ostküste von Koh Mook kann man übrigens tolle Sonnenuntergänge bestaunen.

Bootstour nach Koh Kradan

Koh Kradan liegt wenige Kilometer von Koh Mook entfernt und lohnt sich als Tagesausflug mit einem Longtailboot. Die Überfahrt bis zur kleinen tropischen Insel dauert gerade einmal 30 Minuten.

Longtailboote plus Fahrer kannst Du an vielen Orten auf Koh Mook mieten, zum Beispiel auch in Deiner Unterkunft. Der Preis liegt bei 1200 Baht (ca. 30 €) für eine Tagestour. Du triffst Dich am Morgen mit dem Fahrer, dieser bringt Dich mit dem Boot nach Koh Kradan und wartet dort, bis Du wieder zurück möchtest.

Koh Kradan selbst ist drei Kilometer lang und nur wenige Hundert Meter breit. Die Insel hat zwei Hauptstrände, an denen Du die meisten Besucher findest. Jedoch musst Du hier keine Angst vor überfüllten Stränden haben, denn nur selten triffst Du Massen von anderen Reisenden.

Unsere erste Station auf der Koh Kradan Tour war der Sunset Beach an der Südostküste der Insel. Glasklares Wasser, feiner Sand und eine tolle Aussicht auf Koh Libong erwarten Dich hier. Es gibt lediglich ein Restaurant vor Ort, ansonsten findest Du am Strand vor allem Ruhe.

Vor der Küste liegt ein gut erhaltenes Riff, wo Du zur Abwechslung etwas schnorcheln kannst – direkt vom Strand aus. Weiter gibt es an diesem Strandabschnitt nicht viel zu tun. Wenn Du aber Ruhe und Erholung in einer paradiesischen Umgebung suchst, dann bist Du hier genau richtig.

Danach ging es weiter an den nordöstlichen Teil der Insel. Hier liegt der Paradise Beach, mit einem Kilometer der längste Strand der Insel. Dort halten sich die meisten Besucher auf, sowohl Tagestouren-Gäste als auch Leute, die auf Koh Kradan übernachten. Am Paradise Beach findest Du nämlich auch einige Unterkünfte.

Auf der abgelegenen Insel sind die Unterkünfte ziemlich teuer, so dass es sich eher lohnt, auf Koh Mook zu übernachten und eine Tagestour nach Koh Kradan zu machen. Denke aber daran, Dir etwas zu essen und zu trinken mitzunehmen. Auf Koh Kradan gibt es keine Supermärkte oder Ähnliches, so dass Du nur zu überhöhten Preisen in den Resorts etwas bekommst.

Das tut dem Ausflug aber keinen Abbruch, denn das türkise und klare Wasser, der weiße Sandstrand sowie der Ausblick auf Koh Mook und das Festland lassen den Trip unvergesslich werden.

Ein Tag auf Koh Ngai

Koh Ngai ist, ähnlich wie Koh Kradan, sehr ruhig und auch diese Insel besitzt weder ein Dorf noch Supermärkte. Nur ein paar Hotelanlagen findest Du dort, die sich in die traumhafte Insel einbetten. Koh Ngai gehört eigentlich zur Region Krabi, liegt aber näher an den anderen Trang-Inseln und wird somit eher zusammen mit diesen besucht.

Die Insel wird übrigens von den Locals auch manchmal als Koh Hai bezeichnet, was ein wenig verwirrend ist. Auch hier lohnt sich eine Tour mit dem Longtailboot von Koh Mook, die sowohl preislich als auch hinsichtlich der Entfernung ähnlich der Koh Kradan Tour ist.

Auf dem Weg von Koh Mook kommst Du zusätzlich noch an ein paar weiteren kleinen Inseln vorbei, wo Du einen Schnorchelstopp einlegen kannst, wenn Du das mit Deinem Fahrer abmachst.

Angekommen auf Koh Ngai kannst Du Dich im Schatten der Bäume entspannen, eine Abkühlung im flach abfallenden Meer nehmen und Dich von den leuchtenden Farben des Ozeans in den Bann ziehen lassen. Koh Ngai ist ein wahr gewordenes Postkartenmotiv und durch die noch wenigen Besucher unbedingt einen Trip wert.

Weitere Inseln in der Umgebung

Neben diesen drei herrlichen Inseln gibt es noch ein paar weitere in der Umgebung. Koh Libong ist die meistbewohnte der Trang Inseln. Hier gibt es drei Dörfer, Kautschukplantagen und auch eine Schule. Vor Ort kannst Du gut wandern, eine Tropfsteinhöhle entdecken oder die faszinierenden Seekühe beobachten, die vor der Küste leben. Wenn Du weiße, paradiesische Strände erwartest, dann bist Du auf Koh Libong aber leider falsch.

Außerdem gibt es noch kleinere Inseln wie Koh Chueak, Koh Ma oder Koh Waen, die zwischen Koh Mook und Koh Ngai liegen. Dort kannst Du aber nicht an Land gehen, da es eigentlich nur größere Felsen im Meer sind. Zum Schnorcheln sind sie jedoch ein beliebtes Ausflugsziel, denn sie bieten eine bunte Unterwasserwelt.

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