Tokio Highlights: Die acht verrücktesten Must-sees

Mit dem Round The World Ticket der Star Alliance reisen Anne und Clemens um die Welt. In Tokio stürzten sich die beiden ins verrückte Getümmel der Stadt, schliefen in einem Kapselhotel und fanden heraus, dass Eulen und Kaffee eine tolle Kombi sind. Hier sind acht ihrer etwas anderen „Tokio Highlights“.

Die Japaner sind verrückt. Das behauptet zumindest der deutsche Volksmund. Aber was ist dran an den Gerüchten? Sind das alles nur Vorurteile oder begründete Beobachtungen aus Fernost? Wir haben uns auf die Suche gemacht. Nach den verrücktesten Dingen, nach den abgefahrensten Sehenswürdigkeiten in Japans Hauptstadt – kurz: nach „Tokio Highlights“. Konnichiwa Tokio, Du verrücktes Ding.

Shibuya Crossing – die geschäftigste Kreuzung der Welt 

Es wird gesagt, die Shibuya Crossing, die große Straßenkreuzung inmitten des Stadtviertels Shibuya, sei die geschäftigste Kreuzung der Welt. Auf jeden Fall ist sie das große pochende Herz der Metropole Tokio. Im Minutentakt schickt hier die Ampelschaltung aberhunderte Menschen (zu Spitzenzeiten über 1.000 Passanten gleichzeitig) über mehrere breite Zebrastreifen auf die jeweils andere Seite der Straße. Wer das mit eigenen Augen erleben will, kommt am besten gegen Abend und setzt sich für den besten Ausblick in die zweite Etage der Starbucks-Filiale direkt an der Kreuzung. Mehr Tokio geht nicht! 

Wo? Starbucks im Shibuya Cross Tower, U-Bahn-Halt Shibuya Station, Hachikō Exit

Adresse: Shibuya-ku 2-15-1, Shibuya

Robot Restaurant – ein absolut verrücktes „Tokio Highlight“

Etwas Verrücktes für den Abend gefällig? Wie wär’s mit einem Besuch des Robot Restaurants im Stadtteil Shinjuku, das unter Touristen wie Einheimischen vor allem für sein Ausgehviertel bekannt ist? Viermal am Tag wird hier eine eineinhalbstündige Show aufgeführt, die vor Crazyness nur so strotzt: Mangamädels auf Rollschuhen, wild umher tanzende Comic-Figuren, märchenhafte Federviecher und natürlich riesige Roboter. Ganz durchdacht ist das Aufgeführte vielleicht nicht, eins aber auf alle Fälle: Schön balla balla – auf japanische Art natürlich. 

Wo? Robot Restaurant im Stadtviertel Kabukicho

Adresse: Shinjuku Robot Bldg. B2F, 1-7-1 Kabuki-cho, Shinjuku-ku

Akihabara Electric Town – das Gaming-Mekka

Akihabara ist die Elektronikmeile und Spielhölle Tokios. Hier tummeln sich alle, die was von Computern verstehen oder sich einfach nur die Zeit vertreiben wollen. Denn neben einer riesigen Auswahl an Elektronikläden aller Art finden sich für Fans von Videospielen zahlreiche Computer-Spielcasinos – von Sega bis Nintendo. Gleichzeitig ist „Akiba“, wie es von den Einheimischen genannt wird, auch ein Mekka für Fans von Manga, Anime und Cosplay, einem japanischen Verkleidungstrend, bei dem versucht wird, sich möglichst originalgetreu in Comic-Figuren zu verwandeln.   

Wo? Entlang der Hauptstraße Chuo Dori und in den zahlreichen Seitenstraßen.

Hinkommen: Die Akihabara Station wird von der JR Subu Linie, JR Yamanote Linie, JR Keihin-Tohoku Linie und der Hibiya Subway Linie angefahren.

Katzencafé – Koffein und Kuscheln

Schon mal von einem Katzencafé gehört? Obwohl nicht mehr der allerneuste Schrei in Tokio, erfreuen sich die Cat Cafés noch immer reger Beliebtheit. Während Du Deine Cola oder Deinen Café Latte schlürfst, kannst Du Kätzchen streicheln oder Selfies mit ihnen machen. Hat etwas unheimlich Kuscheliges, aber auch etwas komisch Verrücktes an sich. In ein Café zu gehen, war auf jeden Fall noch nie so tierlieb.  

Wo? Es gibt eine Vielzahl von Cat Cafés, das MoCHA in Shibuya ist zentral gelegen.

Adresse: Udagawacho 32-12, Assorty Shibuya 8F, Shibuya-ku

Eulencafé – Koffein und Kuscheln die Zweite

Das Katzencafé haut Dich jetzt nicht so vom Hocker? Wie wäre es dann mit einem Eulencafé? Ja genau, richtig gehört. Im Owl Café in Akihabara kannst Du Eulen auf den Arm nehmen und sogar am Köpfchen streicheln. Die urigen Tiere lassen sich dabei kaum aus der Ruhe bringen, auch wenn sie vielleicht etwas verdutzt den Kopf wild hin und her drehen. Eulen sind Dir zu schwer, um sie auf dem Arm zu halten? Dann sind hier auch viele Käuze zuhause, einige keine 15 Zentimeter groß. Putziger geht es wirklich nicht. 

Wo? Akiba Fukurou

Adresse: 67 Kanda Neribeicho, Akiba Fukurou Bldg. 1F, Chiyoda 101-002

Purikura-Fotoautomaten – zur Manga-Figur in einem Klick 

Japanische Fotoautomaten machen nicht einfach nur Passfotos oder Schwarz-Weiss-Schnappschüsse wie bei uns in Europa. Nein, die Purikura-Fotoautomaten in Japan sind ein einmaliges Erlebnis. Purikuras sind Fotocollagen, die man in unzähligen Photobooths in Japan machen kann. Oft befinden sich diese in Spiel-Centern wie in Akihabara. Das Ganze geht so: Man sucht sich einen Fotoautomaten aus und positioniert sich vor der Kamera. Nun bekommt man vom Computer verschiedene Aufgaben, wie man sich wo in Pose werfen soll: mal breitbeinig, mal grinsend, mal flirtend und und und. Ist das Foto-Shooting zu Ende, kommt der witzigste Teil: An einem riesigen Screen darf man die Fotos vor dem Druck selbst verschönern. Na ja, oder eben verhunzen. So lässt sich Rouge auftragen, Herzen hinzufügen oder die Augen riesengroß machen, bis man aussieht wie eine Vorzeige-Manga-Figur. Das Resultat landet schon nach wenigen Minuten im Schlitz des Automaten und ist mit Sicherheit eines: wunderbar verrückt. 

Wo? Purikura Fotoautomaten gibt es in vielen Stadtteilen. Zum Beispiel in der Taito Station Shinjuku Minami-guchi Game World.

Adresse: 160-0022 Tōkyō-to, Shinjuku-ku, Shinjuku, 3 Chome−358

AKB48 Bar & Shop – Girlgroup-Songs in Dauerschleife

Eine Girl-Band aus angeblich mehr als 80 Mitgliedern – klingt schon verrückt genug, oder? Dazu kommt, dass die Mädchen bei nahezu jedem Auftritt in einer Art Schulmädchen-Look zu sehen sind und in Japan seit ihrer Gründung im Jahr 2005 alle Rekorde gebrochen haben. Mit über 20 Millionen verkauften Tonträgern und 23 Erstplatzierungen in Folge in den japanischen Oricon-Single-Charts. Das kann sich sehen und hören lassen! Die größten Fans sind junge Mädchen, die ihre Vorbilder regelrecht vergöttern, und oft auch ältere Herren, die ihrer Jugend nachtrauern. Das passiert übrigens häufig bei einem kühlen Asahi-Bier im AKB48 Bar & Shop im Stadtteil Akihabara, wo auf einer riesigen Leinwand die Schmachtfetzen der Girls in Dauerschleife laufen. Wer selbst einen Eindruck von der Hysterie um die Sängerinnen bekommen möchte, sollte sich hier eine Auszeit von der wilden Akihabara Electric Town gönnen. 

Wo? AKB48 Bar & Shop Akihabara

Adresse: 1-1 Kanda Hanaokacho, Chiyoda-ku

Kapselhotels – Schlafkojen zum günstigen Preis

Schlafen muss man in Tokio schließlich auch mal. Aber auch das kann in Japan etwas ganz Besonderes sein, nämlich in einem sogenannten Kapselhotel. Hier liegt man, strikt nach Geschlechtern getrennt, in länglichen Schlafkapseln und versucht, die Eindrücke der Stadt schlafend zu verarbeiten. Einst entstanden die Kapselhotels aus dem Bedürfnis nach einer preiswerten Unterkunft in Städten mit großem Platzmangel wie Osaka oder eben Tokio. Heute nutzen neben Geschäftsmännern vor allem Backpacker die urigen Schlafkojen. Während das Erlebnis Kapselhotel auf jeden Fall einen Besuch wert ist, sollte man sich allerdings nicht auf eine allzu ruhige Nacht freuen. Hustende, räuspernde und vor allem schnarchende Zeitgenossen können die nächtlichen Stunden mitunter zu einer echten Zerreißprobe für die Nerven machen. Aber selbst wenn es so ist, wird man diese Nacht mit Sicherheit nie vergessen. Für uns ein weiteres „Tokio Highlight“.

Wo? Zum Beispiel im nine hours in Shinjuku.

Adresse: Shinjuku-North Building 3F-8F 1-4-15 Hyakunincho, Shinjuku-ku

1 Kommentar

  1. Irgendwie passen Katzencafe, Eulencafe und Schlafkojen zum Bild des ruhigen, ausgeglichenen Japaners.
    Ein Robot-Restaurant hingegen ist sehr erstaunlich. Richtig skurril.
    Schöne Fotos!

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