Für Insider und Newcomer: 14 Tipps für Los Angeles

Mit dem Round The World Ticket der Star Alliance reisen Anne und Clemens um die Welt. Im verrückten Los Angeles gabs für die beiden kosmischen Moon Juice und einen Film im Lieblingskino von Quentin Tarantino.

Los Angeles, Hollywood, Südkalifornien – hier werden Träume wahr oder immer noch geträumt. L.A., ein Ort, der so groß ist, dass er sämtliche Facetten vereint. Seien es die breiten Sandstrände, die glitzernden Einkaufsstraßen oder aber die abgelegenen Gassen, in denen Künstler an ihrem eigenen, südkalifornischen Traum basteln. Wir haben fünf Tage in der US-Metropole verbracht, uns durch den dichten Verkehr gekämpft und bekannte, aber auch komplett neue und aufstrebende Gegenden von Los Angeles erkundet. Hier kommen unsere 14 Tipps und Highlights für einen Kurztrip nach Los Angeles.

West Hollywood & Beverly Hills

1. Einmal Pretty Woman sein: Rodeo Drive

Der Rodeo Drive wurde spätestens durch die Liebeskomödie Pretty Woman in den 1990ern bekannt als DIE Adresse für edle Kleidung. Auch heute ist die palmengesäumte Straße noch beliebt bei denjenigen, die gern ein wenig Geld unter die Leute bringen und den anderen, die einfach nur zum „People Watching“ kommen. Das Auto kann man getrost in einer der Nebenstraßen parken, von wo aus man dann in Richtung Rodeo Drive schlendert. Wenn sich die Schaufenster von Gucci, Prada und Co. in den getönten Sonnenbrillen-Gläsern spiegeln, dann ist man am Rodeo Drive: Auch ohne Shoppen kann man sich dort einmal wie Richard Gere oder Julia Roberts fühlen.

2. Mittagessen mit Schmackes: Nate’n Al

Seit 1945 schon werden bei Nate’n Al im Herzen von Beverly Hills Sandwiches mit frischem Corned Beef oder Salat belegt, Heringe sauer eingelegt oder Pommes frittiert. Das typisch amerikanische Diner hat alles, was ein Diner braucht: Ledersofas, auf denen wohl schon zig Leute saßen, gedimmtes Licht und eine Bedienung, die zwar nicht nett, aber effizient ist. Unsere Empfehlung: das Pastrami Sandwich und dazu eine hausgemachte Limonade.

Adresse: 414 N Beverly Drive

3. Hip, hipper, Melrose Place

Wer sich an die Serie Melrose Place aus dem Jahr 1992 erinnert, der hat die Solarium-verbrannten, wasserstoffblonden Frauen im Kopf, die sich immer wieder neu in den Six-Pack-Johnny von nebenan verliebt haben. Der echte Melrose Place ist allerdings etwas anders, als er in der US-Serie, die (zum Glück) 1999 ausgelaufen ist, dargestellt wird. Heute ist es die Gegend, in der junge Unternehmer und Kreative ihre eigenen kleinen Cafés und Shops zwischen den großen Marken wie Diane von Furstenberg errichten. Ein kleiner Spaziergang durch dieses überschaubare Viertel zeigt, dass sich hier die junge, hippe, aufstrebende Garde der Einheimischen trifft. Ein perfekter Ort, um entlang der von Kakteen gesäumten Straßen von einem schicken Haus, einem eigenen Laden oder aber der Saftbar in der Sonne zu träumen.

4. Der Vitaminkick für Zwischendurch: Moon Juice

Alchemie, kosmisch, Staub: In der Fililale von Moon Juice wimmelt es nur so von saft-untypischem Vokabular, sodass man kaum versteht, was dort wirklich in der Flasche steckt. Echte Angelenos kennen die Marke natürlich schon längst, für Neulinge ist der erste Kauf aber eine echte Herausforderung: Wir haben uns für den grünsten Saft aus dem Regal und den Ingwer-Zitronen-Saft entschieden. Damit haben wir eine gute Wahl getroffen, denn frisch gemixt waren die beiden nicht nur super lecker, sondern vor allem wahre Energiekicks.

Adresse: 8463-3 Melrose Pl (mehrere Filialen in ganz L.A.)

Hollywood

5. Hand in Hand mit den Stars: Walk of Fame, Chinese Theatre & Dolby Theatre

Einmal im Jahr fliegen Schauspieler und die Großen des Film-Business um die halbe Welt, in der Hoffnung eine der begehrten Trophäen von der Oscar-Verleihung in Hollywood mitzunehmen. Dann wirkt Hollywood glamourös, groß und besonders. Abseits des Scheinwerferlichts der Oscar-Verleihung versprüht jedoch die Gegend um den Walk of Fame, das Chinese Theatre und Dolby Theatre alles andere als Glitzer und Glamour. Tagein, tagaus tummeln sich dann aberhunderte Touristen auf der berühmten Straße, dazwischen Bettler und Selbstdarsteller. Die Straßen und auch die Läden, die sich abseits der Haupt-Touristenorte befinden, wecken kaum den Wunsch, dort tatsächlich einen Fuß hineinzusetzen.

Wenn man in L.A. ist, muss man auch in Hollywood gewesen sein: Einmal die eigenen Hände in den Handabdruck von Will Smith legen, das obligatorische Foto vor den Sternen von Christoph Waltz, Michael Jackson oder Harrison Ford schießen und beim Blick von der obersten Etage des Dolby Theatre von einem Ticket zur Oscar-Verleihung träumen. Ehrlich gesagt, das war es dann schon – und das ist gut so. Denn Los Angeles hat noch mehr Ecken, die schöner, ansprechender und, nun ja, sauberer als Hollywood sind.

6. Einmal hinter die Kulissen schauen: Paramount Pictures Studio Tour

Zugegeben, touristischer geht es kaum, aber wenn man schon einmal in der Stadt der Filme ist, dann sollte man sich die Chance nicht entgehen lassen, auch hinter die Kulissen zu schauen. Wir haben uns für eine Tour durch die Paramount Studios entschieden. Dabei wird man zwei Stunden lang in einem Golf-Caddy über das gesamte Gelände gefahren (Kosten: 58 USD, ca. 52 Euro). Spannend an der Tour ist, dass man nie weiß, welches Studio gerade frei ist und besucht werden kann. Was man also wirklich auf der Tour sieht, kann von Anfang an gar nicht genau festgelegt werden.

Tipp: Die Tickets am besten online im Voraus kaufen.

7. Auszeit vom Trubel: Kino in Los Angeles

Wenn sich schon die ganze Stadt um das Thema Film und um die Stars und Sternchen dreht, dann sollte man sich auch selbst in die bequemen Sitze eines großen Kinosaals setzen und das genießen, was nur unweit vom Kino selbst produziert wird: einen Hollywood Blockbuster. Wir haben uns dafür den Pacific Cinerama Dome ausgesucht, der zu den Arclight Cinemas gehört und sich mitten auf dem Sunset Boulevard befindet. Warum? Gerüchten zufolge ist dieser große Kinosaal mit eigener Kuppel das geheime Lieblingskino von Star-Regisseur Quentin Tarantino – wir können es verstehen.

Tipp: Auf der Seite der Arclight Cinemas unbedingt vorher im Programm schauen, ob der ausgesuchte Film auch wirklich im Pacific Cinerama Dome gezeigt wird.

Adresse: 6360 Sunset Blvd

8. Von hoch oben: Sonnenuntergang am Mulholland Drive

Zum Ausklang eines prall gefüllten Tags in Los Angeles fährt man am besten auf dem Mulholland Drive in die Santa Monica Hügel. Bekannt aus dem gleichnamigen Film, ist die kurvenreiche Straße, die im Osten am Highway 101 in den Hollywood Hills beginnt, ein beliebter Ort, um den Sonnenuntergang über Los Angeles zu beobachten. Vor allem der Beginn der Straße bietet tolle und endlose Ausblicke über die Metropole. Der schönste Ort jedoch ist „The Groves Overlook“, der sich westlich des 405 Freeways am Mulholland Scenic Parkway befindet. Parkplätze gibt es hier nur wenige, deswegen lohnt es sich, schon vor dem Sonnenuntergang einen Platz zu ergattern.

Adresse: 16501 Mulholland Dr

Downtown

9. Gestärkt in den Tag: Frühstück im Commissary Café im The Line Hotel

In einem Gewächshaus frühstücken? Das geht im Commissary Café, das sich im „The Line“ Hotel in Koreatown befindet. Das Cafe ist in einem Gewächshaus neben dem Pool untergebracht. Die Einrichtung besteht aus einem Mix aus modernem Design und Tante Friedas Lieblingsgeschirr: Teller, Tassen und Servietten sind bunt gemischt – und das ist auch die Karte. Von ganz gesund bis ganz fettig gibt es alles und oben drauf sogar verdammt leckeren Kaffee, der überraschenderweise mal nicht aus der Filtermaschine kommt.

Adresse: 3515 Wilshire Boulevard (2. Etage des The Line Hotels)

10. Kunstvoll und modern: Arts District, Downtown L.A.

Noch vor ein paar Jahren war Downtown Los Angeles das Viertel, das alle gemieden haben. Es gab viele Obdachlose und nur wenige Dinge, die man sich als Tourist anschauen wollte. Heute ist das anders: In den letzten Jahren hat sich ein Viertel gebildet, das heute Arts District bzw. Artists District, also Künstlerviertel, genannt wird. Hier befinden sich zahlreiche Läden, Galerien, Cafés und Restaurants, sowie Büros in alten Fabrikgebäuden, die von außen noch Arbeitercharme vermitteln, von innen aber modern, hip und super jung sind. Gerade die Gegend zwischen Second Street und Seventh Street sowie Alameda Street und L.A. River lassen sich uneingeschränkt zu Fuß erkunden.

11. Kein Tag ohne: die Vitaminspritze zwischendurch

Los Angeles ist der heimliche Geburtsort der Superdrinks. Hier kommen sie her, die neongrünen, knallgelben und, nun ja, anscheinend auch aschfarbigen Säfte. Das The Springs in Downtown L.A., nicht weit vom Künstlerviertel entfernt, bietet genau solche Säfte an. Gleichzeitig kann man hier auch ungestört arbeiten und gut zu Mittag essen. Wir bestellten nur unsere obligatorischen Säfte: den gelben Zitronen-Ingwer-Saft und einen schwarzen Saft, der mit Asche angereichert wurde und von dem wir erfahren haben, dass er angeblich entgiftend wirkt.

Adresse: 608 Mateo St

Griffith Park

12. Baseball am Sonntag: Einmal im Dodgers-Stadion sitzen

Wer einmal erleben will, was die USA ausmacht, sollte sich ein Baseball-Spiel anschauen. In Los Angeles sind es die L.A. Dodgers, die Tausende ins Stadion locken. Wir haben uns für ein Spiel an einem Sonntag gegen die Chicago Cubs entschieden und uns schon vorher mit blauen Kappen ausgestattet. Wer hier ohne Kleidung seines Lieblingsteams im Stadion sitzt, der ist alles andere als integriert. Auch die passende Verpflegung gehört dazu: die Dodgers Dogs –  Hot Dogs, die es im Stadion gibt – und eine ordentliche, amerikanische Portion Cola. Dann kann es auch schon losgehen! Keine Sorge, die Regeln muss man nicht 100-prozentig verstehen. Auch viele Amerikaner kommen nicht ins Stadion, um dem Spiel komplett zu folgen, sondern nutzen die Zeit vor Ort, um Freunde zu treffen und sich zu amüsieren.

Tipp: Die Tickets am besten online kaufen, denn dann gibt es den Zugang zu den Parkplätzen dazu.

13. Von anderen Sternen: Die Aussicht vom Griffith Observatory

Los Angeles kann man von vielen Orten von oben bestaunen, einer ist das Griffith Observatory: bekannt durch den James Dean Film „… denn sie wissen nicht, was sie tun“ aus dem Jahr 1955. Heute kommen Touristen hierher, um sich im Planetarium die anderen Sterne über Hollywood anzuschauen oder aber, um einfach den Ausblick über die 3,9 Millionen-Metropole Los Angeles zu genießen.

Adresse: 2800 E Observatory Rd

14. Der Klassiker: In-n-Out Burger

Burger, Pommes, Pizza, Tacos – alles Gerichte, die aus der kalifornischen Küche kaum wegzudenken sind. Kein Wunder also, dass es an vielen Ecken nur so von Fast-Food-Läden wimmelt. Mal gibt es ausgefallene Burger, mal einfache Burger, mal die Burger, die man sowieso schon kennt. Und dann gibt es In-n-Out Burger, eine Burgerkette, die nicht nur unheimlich günstig ist, sondern es auch noch schafft, im größten Stress bei der längsten Warteschlange leckere, frische Burger zu grillen. Die Karte ist überschaubar und bietet nur drei verschiedene Burger an. Dennoch gibt es online auf der Website ein „Secret Menu“, das anhand der häufigsten Kundenwünsche erstellt wurde. Ob also ohne Brot, mit mehr Käse, mehr Senf oder keinen Zwiebeln – dafür gibt es bestimmte Namen, die man im „Secret Menu“ findet, das natürlich eher ein „not so secret menu“ ist.

Vollgefuttert und reizüberflutet verlassen wir Los Angeles nach fünf Tagen und stellen fest, dass wir zwar eine Menge, aber noch lange nicht alles dieser riesigen Stadt gesehen haben.

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