Zwischen alternativ und antik: Athens schönste Viertel

Zwischen alternativ und antik: Athens schönste Viertel

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Urbane Kultur, angesagte Restaurants und Aussichten zum Dahinschmelzen. Athen, die Stadt der Demokratie, der Olympischen Spiele und der Katzen überrascht abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten mit außergewöhnlich vielfältigen Stadtteilen. Dabei hat jedes Viertel seinen eigenen Charme und Charakter – von friedlich-ländlich über alternativ-lässig bis industriell-anrüchig.

Bloggerin Sarah nimmt euch mit in die besten Viertel Athens, um die griechische Hauptstadt möglichst intensiv kennenzulernen und entführt euch an ihre Lieblingsorte.

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Plaka: Der Klassiker zum Warmwerden

Am Fuße der Akropolis liegt das Viertel Plaka, als einer der ältesten Teile Athens. Besonders Erstbesucher kommen an dem historischen Zentrum während ihrer Städtereise nicht vorbei. Denn hier treffen Sehenswürdigkeiten von besonderer kulturhistorische Bedeutung auf lebendige Plätze mit klassizistischen Gebäuden, an denen die Bougainvillea in ihrer leuchtenden Farbpracht rankt und gemütliche Tavernen zu einer Pause einladen.

Von Frühjahr bis Herbst blüht die Bougainvillea in der Plaka.

Von Frühjahr bis Herbst blüht die Bougainvillea in der Plaka.

Bekannte Highlights wie der Parthenon und das Akropolismuseum liegen in der Plaka. Letzteres verbirgt sich in einem 2009 erbauten Gebäude aus viel Beton und Glas, das den Blick auf den Akropolis-Hügel freigibt.

Natürlich findet ihr im Plaka-Viertel auch die typischen Läden, in denen Urlaubern etliche Dinge, die man nicht braucht, angepriesen werden.

Mein Tipp

Die Adrianou Straße mit ihren Souvenirshops links liegen lassen und stattdessen über den nahe gelegenen Thissio Flohmarkt schlendern. An kleinen Ständen werden dort Vintage-Schätze, Ledertaschen und Schallplatten angeboten. Wenn es euch auf den Markt verschlägt, solltet ihr unbedingt bei Margarita vorbeischauen, die hier wunderschönen, handgefertigten Schmuck verkauft.

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Monastiraki und Psirri-Viertel: Shoppen, schlemmen & schmachten

Nahtlos in die Plaka geht das Monastiraki-Viertel über, das übersetzt „das kleine Kloster“ bedeutet. Denn hier befand sich einst eine Abtei, von der heute nur noch die kleine Basilika aus dem 10. Jahrhundert erhalten ist. Die Kirche liegt unmittelbar am Herzstück des Viertels, dem Monastiraki Square.

Diese Reise wurde mit freundlicher Unterstützung von SKY express ermöglicht. Die griechische Airline bringt Reisende mit ihrer modernen Flotte bequem von München nach Athen.

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Zu jeder Tageszeit pulsiert hier das Leben. Eine Menschentraube sammelt sich um Straßenkünstler und in den Straßen rund um den Platz reihen sich zahlreiche kleine Geschäfte aneinander.

Der Fußgängerweg des Viertels Psirri in Athen führt durch Cafés und Restaurants.

Das Psirri-Viertel ist bekannt für seine Cafés und Bars.

Speisen und Getränke stehen auf dem Tisch in der A for Athens Bar im Hintergrund sieht man die Akropolis.

Griechischer Salat mit Aussicht im A for Athens.

Von Monastiraki schlendert ihr in Richtung Norden nach Psirri. Einst Handwerkerviertel, dominieren hier heute Tavernen, Bars und Hipster-Cafés. Besonders rund um den Iroon-Platz wimmelt es nur so von Foodie-Spots.

Die beste Zeit, für einen Streifzug durch Psirri ist definitiv der Abend. Dann ist das Viertel ein Magnet für Ausgehhungrige, die von Bar zu Bar ziehen. Wer den Cocktail mit einer der schönsten Aussichten auf den Monastiraki-Platz und die dahinter liegende Akropolis genießen möchte, steuert die Rooftop-Bar des Hotels A for Athens an. Da die Bar längst kein Geheimtipp mehr ist, solltet ihr unbedingt im Vorfeld über die Webseite reservieren.

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Koukaki: Mythen, Concept Stores & Panoramen

Lässt man das historische Zentrum hinter sich, landet man dort, wo die Locals leben und die Touristen rarer werden. Wie in Koukaki, im südwestlichen Teil der Stadt. Obwohl die Akropolis in Rufweite scheint, findet das lebendige Viertel bei den meisten Besuchern wenig Beachtung.

Eine der schönsten Aussichten genießt ihr vom Filopappou-Hügel.

Eine der schönsten Aussichten genießt ihr vom Filopappou-Hügel.

Dabei ist Koukaki mit seinen Kunstgalerien, Szenerestaurants und Concept Stores mittlerweile eines der hippsten Viertel Athens. Gönnt euch eine Stulle in der familiengeführten Sandwichbar Guarantee, stöbert im Mon Coin nach Designerstücken, besucht das Nationalmuseum für zeitgenössische Kunst und erklimmt den Filopappou-Hügel. Auf der Erhebung genießt ihr nicht nur eine phänomenale Aussicht auf Athen und die Akropolis. Hier findet ihr außerdem, unscheinbar in den Felsen versteckt, das Gefängnis, in dem der Legende nach der Philosoph Sokrates eingesperrt war und nebenbei erspäht ihr mit etwas Glück Schildkröten, die hier entlang der Wege umher kriechen.

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Kolonaki: Flat White & Haute-Couture

Sehen und gesehen werden, dafür flaniert man in Athen durch Kolonaki. Das nobelste aller Viertel erstreckt sich am Fuße des Lykabettus Hügels und ist geprägt von Alleen, in denen sich Designer-Boutiquen, Museen und Restaurants, von preisgekrönten Gourmet-Restaurants bis zu gemütlichen Tavernen aneinanderreihen.

Wen es zur Brunch- oder Lunch-Zeit nach Kolonaki verschlägt, sollte versuchen einen Tisch im Philos zu ergattern. Mit den alten Kacheln und den Origami-Vögeln, die von der Decke baumeln, fühlt man sich ein wenig als wäre man in einem Murakami-Roman gelandet und beim Schwelgen zwischen Red Velvet Pancakes und Strapatsada, einer Eierspeise mit frischer Tomatensoße, Feta und Oregano, kann man sich bei dem stimmigen Interieur Inspiration für zu Hause holen.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, steigt nach dem Essen die Treppe zum 1. Stock hoch, der sich in einen Concept Store mit Wohnaccessoires und ausgewählten Kleidungsstücken verwandelt hat.

Der Eingang des Restaurants Philos in Athen.

Einer der angesagtesten Lunch-Spots in Athen: Das Philos.

Blick vom Lykabettus Hügel auf die Akropolis und die Stadt Athen.

Vom höchsten Berg der Stadt liegt einem sogar die Akropolis zu Füßen.

Den Nachmittagskaffee nehmt ihr am besten im Anschluss in einem der zahlreichen Cafés ein. Denn nirgendwo wird die Kaffeehauskultur Athens so ausgiebig zelebriert wie hier in Kolonaki. Dabei hat der Freddo den traditionellen, griechischen Kaffee an Popularität schon lange überholt. Für eine Dosis Koffein kann ich zum Beispiel Da Capo oder das Filion empfehlen.

Nach der Stärkung seid ihr nun bereit den höchsten der sieben Hügel Athens zu erklimmen. Wer weniger gut zu Fuß ist, lässt sich gemütlich mit der Standseilbahn auf den Lykabettus-Hügel hinauf chauffieren. Allen anderen rate ich zum Weg per Fuß, denn schon auf dem Weg hinauf offenbaren sich zwischen riesigen Aloe-Pflanzen atemberaubende Aussichten auf die Akropolis und die Stadt bis zum Meer und die Insel Ägina.

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Exarchia: Heimat der Intellektuellen und Revolutionäre

Einen Katzensprung vom schicken Kolonaki zeigt sich Athen in dem Viertel Exarchia von einem vollkommen anderem Stadtbild. Die Unterschiede der beiden Nachbarschaften, die nur durch den als Puffer dienenden Stadtteil Neapolis getrennt sind, könnten kaum größer sein. In Exarchia leuchten einem anstelle der Verzierungen an neoklassizistischen Altbauten, Streetart von Nachkriegsbauten entgegen. Statt griechisch-orthodox geht’s hier alternativ-anarchisch zu und den Sonnenuntergang bewundert man in Exarchia nicht vom berühmten Lykabettus-Berg sondern vom charmant-schäbigen Strefi-Hügel.

Zur goldenen Stunde geht’s hinauf auf den Strefi-Hügel.

Zur goldenen Stunde geht’s hinauf auf den Strefi-Hügel.

Schnell fällt die vergleichsweise hohe Polizeipräsenz in Exarchia auf und tatsächlich sollte man bei einem Streifzug durch das Viertel wachsam sein, da es immer mal wieder zu Konflikten mit der Polizei kommen kann, die sich zu Straßenschlachten ausweiten.
Revolutionär, intellektuell und bunt, so empfinde ich den Stadtteil und habe zu keinem Moment ein mulmiges Gefühl. Am Abend sitzen Studenten in den Bars in der Koletti-Straße. Wie gern würde ich verstehen, welche Themen an den Nachbartischen gerade so leidenschaftlich auf Griechisch diskutiert werden. Geht es gerade um Sartres Existentialismus, die Gentrifizierung in Athen oder doch um das letzte Tinder-Date?

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Obwohl Exarchia abseits antiker Ruinen liegt, gibt es auch neben dem alternativen Flair einige Highlights zu entdecken. Wie das Archäologische Nationalmuseum, die von Maulbeerbäumen gesäumte Kallidromiou-Straße mit ihrem Samstagsmarkt und auch auf der Suche nach angesagten Restaurants werdet ihr fündig. Ein besonderes Schmankerl ist das Yiantes Restaurant, in dem ihr im hübschen Innenhof mit authentischer griechischer Küche verwöhnt werdet.

Der fröhlich bunte Innenhof des Yiantes Restaurant.

Der fröhlich bunte Innenhof des Yiantes Restaurant.

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Keramikos und Gazi: Künstlerviertel zwischen Strip-Clubs und Avantgarde

Schnell wandelnd und voller Kontraste, das sind Keramikos und Gazi, die durch die Pireos Avenue getrennt liegen. Während sich Gazi mit seinen angesagten Clubs in den letzten Jahren zur Anlaufstelle von Nachtschwärmern entwickelt hat, zieht es durch günstige Mieten vor allem junge Kreative nach Keramikos.

Daneben macht das diverse, tolerante Flair und die entspannte Atmosphäre die Gegend um Gazi und Keramikos zu einer der LGBTQ+-freundlichsten Gegenden Athens. Neben Kulturzentren in ehemaligen Fabrikhallen, kommt man bei einem Streifzug an Strip-Clubs, Shisha-Bars und Autowerkstätten vorbei. Gleich gegenüber haben Jung-Designer ihre Ateliers und in Galerien könnt ihr zeitgenössische Werke bestaunen. Kunstinteressierte sollten einen Abstecher in den Kulturkosmos artspace Fabrica oder in die Räume der Galeristin und Kunstberaterin Rebecca Camhi einplanen. Ein Highlight ist außerdem der Latraac Skate Park, wo ihr bei einem späten Frühstück in dem kleinen Café unmittelbar an der Halfpipe Skatern bei ihren Kunststücken zuschauen könnt.

Tische und Stühle vor einem Restaurant im Viertel Keramikos in Athen.

Ein Viertel voller spannender Kontraste: Keramikos.

2 Gläser mit Kaffee und ein Stück Kuchen auf dem Tisch in der Café-Bar Ble Papagalos.

Freddo-Päuschen in der Café-Bar Ble Papagalos.

Daneben begeistert Keramikos mit einer fantastischen Gastroszene. Hierfür begebt ihr euch am besten zum Avid-Platz, dem Herz des Viertels. Griechische Gerichte mit einem raffinieren Touch erwarten euch im Seychelles. Für Drinks am Abend oder die Kaffeepause zwischendurch sucht ihr euch am besten ein lauschiges Plätzchen in der Café-Bar Ble Papagalos. Jámas, Athen!

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Anafiotika: Das Dorf in der Stadt

Zurück in der Altstadt bietet Athen noch einen besonderen Schatz. Obwohl Anafiotika direkt an das quirlige Plaka-Viertel grenzt, erscheint die große Stadt in den verwinkelten Gassen plötzlich in weiter Ferne. Besonders in den Abendstunden umgibt der hügelige Stadtteil eine friedliche Stille und mit den weiß getünchten Häusern im Stil der kykladischen Architektur und den auf einer Leine tanzenden Wäsche fühlt man sich, als wäre man auf einer griechischen Insel angekommen.

Die Postkarten-Idylle bringt leider ihre Probleme mit sich. Denn der Andrang der Besucher in das charmante Anafiotika war schließlich so groß, dass Schilder aufgestellt werden mussten, um die Touristen auf den respektvollen und angemessenen Umgang in dem Viertel aufmerksam zu machen.

Kleine weiße Häuschen mit bunten Türen und Fensterläden im Viertel Anafiotika in Athen.

Von seiner friedlich-ländlichen Seite zeigt sich Athen in Anafiotika.

Blick über das Viertel Anafiotika auf den Lykabettus.

Neuer Tag, neuer View-Point. Heute mit Blick auf den Lykabettus.

Damit die Bewohner Anafiotikas sich weiterhin wohlfühlen in ihren entzückenden Häuschen, sollte man den Besuch durch die Straßen also nicht übermäßig ausdehnen. Ein kurzer Streifzug sollte genügen, um im Anschluss noch einen Halt an dem Aussichtspunkt nahe der Kirche des Heiligen Simon der Anapheaner einzulegen. Im Schatten der Akropolis, mit den Dächern der Stadt zu Füßen. Ja, in Athen kann man ein wenig panoramasüchtig werden.

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Praktische Tipps für deine Städtereise nach Athen

Das Green Suites Boutique Hotel in Athen ist die perfekte Adresse zum Übernachten. Neben modernen und komfortablen Zimmern beeindruckt das Hotel mit einem nachhaltigen Konzept, das umweltfreundliche Praktiken und Ressourcenschonung fördert. Auf der wunderschönen Dachterrasse mit Pool können Gäste eine entspannte Auszeit genießen und dabei den atemberaubenden Blick auf die Stadt Athen erleben.

Der Pool des Green Suites Boutique Hotel befindet sich auf der Dachterrasse mit schönem Blick über Athen.

Entspannte Oase in Athen: Das Green Suites Boutique Hotel.

Dunkle Holztheken und Stühle und dunkelgrüne Wände zeichnen die Bar im Green Suites Boutique Hotel in Athen aus.

Auf einen Drink in die Mavros Gatos Bar in Exarchia.

  • Wie kommt man nach Athen? Am schnellsten erreicht ihr Athen mit dem Flugzeug. Von München sind es mit SKY express täglich knapp 2,5 Flugstunden in die griechische Hauptstadt. Während eures Fluges könnt ihr den umfangreichen SKY Drinks & Bites Service an Bord genießen.
  • Wann ist die beste Zeit für Athen? Als beste Reisezeit für Athen gilt der Frühling (April bis Juni) und der Herbst (September bis Oktober). Dann liegen die Temperaturen bei angenehmen 20 bis 25 Grad. Beachten solltet ihr bei der Planung euer Städtereise außerdem, dass die meisten Geschäfte sonntags und teilweise auch montags geschlossen sind.
  • Wie komme ich von A nach B? Athen eignet sich wunderbar zum Treiben lassen. Die meisten Sehenswürdigkeiten und Highlights sind gut zu Fuß erreichbar. Für längere Strecken besitzt Athen ein gut ausgebautes und preiswertes U-Bahn-Netz.
  • Was sollte man in Athen gemacht haben? Neben der Akropolis und dem historischen Stadtzentrum lohnen Streifzüge abseits der bekannten Touristenpfade wie durch das Künstlerviertel Keramikos oder das alternative Exarchia.
  • Wo ist es in Athen am schönsten? Zu den malerischsten Orten in Athen zählen die bezaubernden Gassen des Plaka-Viertels mit dem angrenzenden Kykladendorf Anafiotika. Zu den schönsten Aussichtspunkten, um Athen von oben zu bewundern, gehören der Lykabettus- und der Filopappou-Hügel.
  • Wie viele Tage sollte man in Athen einplanen? Um einige der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Athens zu besichtigen und euch entspannt durch die schönsten Viertel treiben zu lassen, solltet ihr drei bis vier Tage einplanen.

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